Europa2Go Podcast mit Sabine Verheyen - Grenzüberschreitende Zusammenarbeit | mit Pascal Arimont | Folge 21
Shownotes
Der Zug fährt von Aachen Richtung Brüssel. Die Landschaft verändert sich kaum – und doch befindet man sich plötzlich in einem anderen Land. Früher war das eine Grenze. Heute ist es oft nur noch ein Gefühl.
Gerade in unserer Region gehört dieses Leben zwischen zwei Systemen längst dazu. Viele pendeln täglich, bewegen sich selbstverständlich zwischen Arbeits- und Wohnort, zwischen Sprachen, Zuständigkeiten und Gewohnheiten. Was über Jahrzehnte gewachsen ist, funktioniert heute für viele ganz selbstverständlich.
In der aktuellen Folge von Europa2Go spreche ich mit Pascal Arimont über diese Entwicklung. Darüber, wie es damals war, als Musiker ihre Instrumente anmelden mussten, um im Nachbarland zu spielen – und was sich seitdem verändert hat.
Die Euregio Maas-Rhein ist in vielen Bereichen ein Vorbild dafür, wie grenzüberschreitende Zusammenarbeit gelingen kann.
🎧 Folge 21 von Europa2Go – jetzt hören auf Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music, Audible und YouTube.
Denn: Europa fängt bei uns allen an.
Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zur neuen Folge unseres Podcast Europa to go.
00:00:11: Und ich habe heute wieder einen ganz besonderen Gast mitgebracht, nämlich Pascal Arrimon meinen Kollegen aus Ost-Belgen also quasi von über die Grenze rüber bei uns, wie man schön sagt.
00:00:21: Und ich freue mich!
00:00:22: Wir pflegen seit vielen Jahren eine gute Nachbarschaft und miteinander auch hier in Brüssel.
00:00:27: Und lieber Pascal wir leben nur wenige Kilometer auseinander und trotzdem merkt man im Alltag doch ziemlich schnell auf welcher Seite der Grenze man gerade ist weil wir immer noch sehr viele Unterschiede haben ob auf der Ost-Belgischen Seite oder auf der Deutschen Seite.
00:00:42: Mich würde interessieren wann hast du das zuletzt ganz konkret gespürt?
00:00:46: Ich bin viele Menschen bendeln hier, ganz selbstverständlich zwischen zwei Ländern.
00:00:51: Arbeiten auf der einen Seite, wohnen auf den anderen und da machst du ja so spezielle Erfahrungen.
00:00:56: Und ich kann mich selber daran erinnern während der Corona-Zeit wo wir gar nicht rüber durften, wo selbst für die Pendler am Anfang richtig Schwierigkeiten waren.
00:01:03: aber auch heute gibt es irgendwo immer noch Unterschiede auch wenn man manchmal gar nicht merkt dass man schon in Belgien oder in Deutschland ist.
00:01:09: Ich würde sogar mit dem letzten Satz anfangen wie wenig Probleme es mittlerweile gibt.
00:01:17: Also wenn ich die Augen zu mache und an meine Kindheit denke, dass da jeder Musikverein der grenzüberschreitend auf einem Konzert zum Beispiel teilnahm, dann musste er für jedes Musikinstrument eine Genehmigung beantragen bevor er rüber konnte und musste um fünf Uhr wieder zurück sein.
00:01:32: Aus der Zeit kommen wir – wir vergessen das ab und zu!
00:01:36: Dass die Welt vor fünftig, vor vierzig und vor dreißig Jahren noch völlig anders war Und dass wir jetzt tatsächlich in diesem Euregio-Raum so leben, als ob es fast ein Land wäre.
00:01:46: Das hat meine Generation total geprägt.
00:01:49: Ich nenne mich auch gerne, ich bin so ein Grenzkind und gehöre der Schengengeneration an.
00:01:56: Für mich ist das extrem wichtig, dass wir das verteidigen.
00:02:00: Du hast es immer angesprochen – in der Covid-Pandemie hat Belgien die Grenze geschlossen nicht Deutschland also nach Belgien?
00:02:07: Total geärgert, weil ich fand das war das völlig feiche Instrument um auf diese Krise zu antworten.
00:02:12: Und da hat man mal tatsächlich gesehen was es wieder bedeutet wenn eine Grenze zu ist, woran wir an alles denken müssen wie kompliziert unser Alltag wird wenn Grenzen wieder bestehen.
00:02:24: und ja du sprachst es an Es gibt natürlich noch so Dinge die im Alltag sind.
00:02:29: also in meiner Familie arbeiten die Leute unter anderem auch im Großherzog zum Luxemburg.
00:02:34: Da gibt es immer mal wieder Probleme mit Invaliditätskassen, mit Pensionskassen und Anerkennung von Diplomen.
00:02:41: Also in meinem Büro in Eupen mache ich – also nicht ausschließlich aber ein Großteil meiner Arbeit besteht darin -, dass ich einen Diplom, was in Begen erworben worden ist, in Deutschland anerkennen zu lassen.
00:02:51: Da gibt's in verschiedenen Berufen andere Qualifikationen, andere Lehrgänge und das muss man dann angleichen.
00:02:56: Und damit verbringt man viel Zeit weil die Behörden diesen Reflex nicht haben, dass es vielleicht klug wäre ... den Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin aus Belgien in Deutschland anzunehmen, ohne viel Gedöns.
00:03:08: Denn es gibt ja den Fachkräftemangel und ich habe ab und zu das Gefühl dass man da irgendwo zu sehr fast auf den Artikel X sich stützt und nicht sieht, dass diese Person ja gut ausgebildet ist und in diesem Land auch gebraucht wird.
00:03:22: Das gilt auch andersrum.
00:03:24: aber wir haben einen weiten Weg gemacht und ich finde das ist eine der absoluten Erfolgsgeschichten Europas.
00:03:33: Wir leben das, für uns ist das selbstverständlich und etwas was selbstverständlicher ist nehmen wir nicht mehr wahr.
00:03:38: Und nehmen auch die Wichtigkeit davon nicht mehr war.
00:03:40: Wir nehmen sie nur dann wahr wenn es noch Hürden gibt oder wenn man eine Grenze schließt.
00:03:47: Deswegen bin ich wirklich ein Kämpfer dafür dass es diesen Schengenraum gibt das so ihn weiterentwickeln und dass er uns erhalten bleibt.
00:03:56: Wir haben ja auch viele Kooperationen über Grenzen hinweg und du hast eben über Schengenkind gesprochen.
00:04:01: Ich bin nur noch ein paar jährchen älter, und ich bin wirklich aufgewachsen mit einer Grenze.
00:04:07: Wenn wir auf Verwandten besuchen – meine Oma war ja Belgerin insofern hat mir auch einen Teil unserer Verwandtschaft die dann in Belgien wohnte wenn wir auf Besuch gingen das war eigentlich normal dass das Auto auseinandergenommen wurde, dass man kontrolliert wurde.
00:04:20: Nur ja nicht den Pass vergessen, wenn man da eine Christinchen besuchen ging oder sonst was.
00:04:24: es waren so die alltägliche Erlebnisse.
00:04:26: insofern hast du vollkommen recht.
00:04:27: Es hat sich unheimlich viel schon getan, es ist vieles einfacher geworden und trotzdem stoßen wir immer wieder an Barrieren.
00:04:33: auch in meinem Arnebüro schlagen immer wieder Dinge auf die mit diesen Grenzpendeln zu tun haben ob das Anerkennung von Sozialleistungen, Anerkennen von Rentenansprüchen, Anerkennung zum Beispiel auch in Richtung Niederlande.
00:04:47: wenn ich geschieden bin welchen Namen darf ich dann übernehmen?
00:04:49: welche Möglichkeiten habe ich da?
00:04:51: aber das sind ja alles keine Probleme die jetzt noch auftauchen, die in die originäre Zuständigkeit der EU gehören.
00:04:57: Sondern da wo sich die Nationalstaaten vorbehalten haben.
00:05:00: das ist unsere Kompetenz und die geben wir nicht ab und da wollen wir unsere Sachen selber regeln.
00:05:05: auch Berufsanerkennung.
00:05:07: Da arbeiten wir ja gerade im Ausschuss indem ich tätig war immer wieder dran Bildungsabschlüsse anzuerkennen.
00:05:13: warum soll das Abitur in Belgien weniger wert sein als das Abitor bei uns oder einen Schulabschluß oder ein Ausbildungsab Schluss?
00:05:19: Ich habe selber auch schon gerade für Erzieherinnen absolute Mangel auf der deutschen Seite, da hatte ich mal einmal einen Fall wo zwei Erzieherinnen die schon seit fast zwei Jahren in dem Kindergarten in Deutschland gearbeitet haben aber keinen Dauervertrag gegenkriegen konnten weil die Bezirksregierung in Köln nicht in die Pötter gekommen ist um eine Anerkennung zu
00:05:37: machen.
00:05:38: Noch noch eigenartiger ist wenn du Die gleiche Person sich in zwei verschiedenen Bundesländern bewirbt und in dem einen angenommen wird, weil man das Diplom dort anerkennt und im anderen nicht.
00:05:51: Aber du hast recht oft benutzen mit Gliedstaaten und dann nehme ich jetzt... Wir haben das Beispiel Deutschland genommen aber das gilt in Frankreich, Luxemburg, in Belgien, Gleifwalzer.
00:06:00: Dort versucht man sich so ein bisschen auch zu schützen.
00:06:05: Protektionismus!
00:06:06: Aber ich kann dir ein Beispiel erklären von so wie es eigentlich laufen müsste und was man daraus gemacht hat.
00:06:13: Es gibt die sogenannte Entsendung von Arbeitnehmern, das betrifft uns im Grenzraum extrem.
00:06:17: ein Unternehmen in Aachen dass einen Arbeitnehmer oder eine Arbeitnehmerin nach Belgien zu einer Arbeit entsendet also sie dort arbeiten lässt auf einer Baustelle in Eupen Die muss ein Formular ausfüllen, die muss ein A-Eins machen Und die muss die Erklärung der Entsenderungen machen.
00:06:33: Das hat man gemacht um die Unternehmen zu schützen vor Sozialdumping, das heißt dass Leute aus dem eher östlichen Ländern oder darüber hinaus bei uns arbeiten kamen und dort nicht sozialversichert waren.
00:06:46: Und überhaupt sich an Nicht-Zielten was Sozialversicherung ist und was bei uns auch die Preise dann bestimmt.
00:06:51: so hat man dieses System der Entsendung gemacht, dass man diese Erklärung tun muss.
00:06:56: daraus hat sich entwickelt und da müssen wir denn auf europäischer Ebene etwas tun damit es besser wird.
00:07:01: haben sich dann siebenundzwanzig verschiedene Erklärungen entwickeln, Erklärungstools.
00:07:07: Also der, der im Grenzraum arbeitet, der seine Arbeiter in drei verschiedene Länder entsendet.
00:07:12: Der muss drei verschiedene Dinge tun und weiß nicht wie er es tut.
00:07:15: so Und deswegen hatten wir jetzt die kluge Idee Wir machen einen Portal wo man auf einem Portal diese Erklärungsmacht und dann ist auch gut.
00:07:25: So müssen wir denken damit den Leuten, die jetzt im grenzüberschreitenden Raum arbeiten leben wurden ins Kino gehen und was auch immer Dass wir da diese Dinge von Anfang an so denken, dass es auch einen grenzüberschreitenden Bezug gibt.
00:07:40: In ganz vielen Hauptstädten macht man Europapolitik tatsächlich auf der ganz großen Ebene und vergisst oft das in Grenzräumen... es zu Problemen kommt und da sind wir beide ja im Alltag für zuständig auch das hier mal anzusprechen, dass das im Grenzraum zu Problemem führt.
00:07:56: Man muss aber auch sagen wenn man sich die Grenzräume jetzt mal anschaut, das waren früher die Problemzonen, die Probleme Kinder Europas... Und heute sind das die florierenden Regionen!
00:08:05: ...und heute sind Das die florieren in den Regionen.
00:08:07: also derjenige, der den Leuten erklärt, dass man Grenzen schließen muss um wohlhabend, um sicher zu sein dem kann man aber mit Statistiken sehr gut belegen, dass erstens der Wohlstand in diesen Grenzregionen enorm gewachsen ist und nicht zurückgegangen ist.
00:08:25: Dass Kriminalität in diesem Grenzräumen viel geringer ist als anderswo.
00:08:30: Wenn man die Statistiken der Länder anschaut, geht Kriminalitet grundsätzlich eher zurück.
00:08:37: Aber in diesen Grenzräumen hat man es geschafft, miteinander zu arbeiten.
00:08:40: und derjenige, der in Belgien etwas verursacht und nach Deutschland fährt, dass man den dann auch kriegt.
00:08:47: Das ist total nicht selbstverständlich.
00:08:53: in die Vergangenheit schaut und jetzt macht man das.
00:08:57: Dann ruft man den Kollegen in Deutschland an, noch besser es gibt ja im Gerch gerade das EPIC also dieses Kommissariat wo drei verschiedene Länder zusammenarbeiten.
00:09:06: Die geben die Info weiter der kommt grad schnappt euch den und dann hat man den finde ich großartig.
00:09:11: und ich glaube das sind so Beispiele wo man ganz konkret auch nachweisen kann dass in einem Grenzraum zu leben Ab und zu noch etwas schwierig ist.
00:09:20: Ich gebe das zu, man hat immer mit verschiedenen Rechtsnormen zu tun... ...mit verschiedenen Sprachen, mit verschiedenen Kulturen.
00:09:25: aber ich glaube wir Euregia oder die Leute die in der Euregio wohnen haben gelernt damit umzugehen und man kennt dem die Personen die im anderen Land dann wohnt.
00:09:36: und ich sage immer wir fahren eigentlich nicht mehr in ein anderes Land sondern ich fahre da nach Aachen Und Aachen ist für mich Teil meiner Identität.
00:09:43: Das ist nicht mehr, ich fahre nach Deutschland.
00:09:45: Und
00:09:46: dieser Gedanke den finde ich sehr wertvoll und den müssen wir verteidigen.
00:09:50: das ist wie ein rohes Ei dass muss man schützen.
00:09:52: wenn es hinfällt ist es kaputt und Es gibt Tendenzen in Europa die genau das kaputt machen wollen und da werde Ich mich mit Händen und Füßen gegen.
00:09:59: all das was ich zum Beispiel von Seiten der rechtsextremen Parteien höre Ist genau das Gegenteil.
00:10:05: und Wir sind ja aber als Generation so groß geworden Dass wir genau dieses als wertvoll, absolut mehr Wert erachten.
00:10:14: Wir haben so leben dürfen und ich würde gerne dass meine Kinder so leben durften.
00:10:17: und diese Tendenzen die man dann aber jetzt hört das man diese Grenzen wieder schließen soll sich auf sich konzentriert nicht mit dem Nachbarn zusammenarbeiten soll es halte ich für einen großen Fehler eine große Gefahr Und deswegen bin ich auch hier, und deswegen versuche ich das auch in den Ausschüssen jedes Mal jeden Tag wieder anzusprechen.
00:10:38: Gerade das Bewusstsein für die Grenzregion – du hast es gerade selber angesprochen – spielt ja auch eine Rolle bei der Vergabe von europäischen Fördergeldern.
00:10:46: Jetzt ist die Kommission mit einem neuen Vorschlag rausgekommen zum mehrjährigen Finanzrahmen der ja wieder viel mehr Kompetenzen in die Mitgliedsstaaten legen soll und die Regionen, auch die grenzüberschreitenden Regionen so ein Stückchen zurückwirft.
00:11:00: Wie siehst du die Entwicklungen da?
00:11:02: Ich weiß das wir als Parlament auch in den entsprechenden Ausschüssen massiv darum kämpfen dass der Einfluss gerade auch der Regionen auch der grenz überschreitenen Region wie zum Beispiel unsere interregion also trans Nationale Kooperationsprojekte, die wir haben.
00:11:19: Die Oregio-Mas rein oder ich sag mal auch andere Kooperationsthinge wie die AG Charlemagne und diverse andere Dinge.
00:11:29: das ist für uns ja enorm wichtig in der Region dass man miteinander spricht, dass man miteinander gemeinsam Konzepte entwickelt.
00:11:36: gibt es Projekte, bei denen du sagst genau dafür ist europäische Zusammenarbeit gemacht.
00:11:42: Und wo hast du den Eindruck?
00:11:44: Wo bleibt zu viel auch auf dem Papier hängen?
00:11:46: oder wo hat die Kommission womöglich mit dem Vorschlag nicht begriffen wie wichtig auch die direkte aktive Beteiligung der Regionen vor Ort Bei der Umsetzung von Förderprogrammen und Entwicklungen ist?
00:11:57: also es gibt zwei glaube ich zwei Dinge die man dazu sagen kann.
00:12:00: das erste is dieser mehrjährige Finanzraum Das ist der sogenannte europäischer Haushalt.
00:12:05: Da hat die Europäische Kommission tatsächlich einen großen Topf geschaffen, aus dem dann die Nationalstaaten ihr nationales Programm machen und dann darin schreiben wie sie auch grenzüberschreitend miteinander arbeiten wollen.
00:12:20: Das ist eine Änderung im Vergleich zu dem wie es mal war.
00:12:23: da hatte man für grenzüberschreitende Zusammenarbeit ein Budget das nennt sich Interac, dass hat man mehr oder weniger so gelassen.
00:12:29: zum Glück Da bin ich aber zum Beispiel auch der Berichterstatter oder Verhandlungsführer des Parlaments.
00:12:34: Und da muss sich dafür sorgen, dass diese Strukturen die es gibt von denen du gesprochen hast, z.B.
00:12:38: die Euregion Maßrein- oder die Großregionssale O'Lux, das diese Struktur und wo Menschen jeden Tag sitzen und grenzüberschreitende Dinge planen uns helfen wenn wir Probleme haben?
00:12:49: Dass diese Structuren bleiben!
00:12:50: Ich glaube das kriegen wir hin.
00:12:52: Das größte Problem ist in meinen Augen, dass man so ein bisschen den Regionen in den Mitgliedstaaten Mitspracherecht genommen hat.
00:12:59: Und das müssen wir wieder einführen.
00:13:01: und da ist das Parlament auch sehr, wie sagt man, energisch in seiner Stellungnahme gewesen, hat gesagt Wir müssen den Ländern zum Beispiel in Deutschland mitsprache Recht darüber haben, wie europäisches Geld ausgegeben werden kann.
00:13:16: Früher war es so, dass z.B.
00:13:17: Nordrhein-Westfalen einen eigenen operationellen Plan, so nennt man das mit der Kommission verhandeln durfte, wo dann gesagt wird dieses Geld was uns zusteht das geben wir so aus.
00:13:27: Mittlerweile in dem Plan der Kommision müsste NRW das eigentlich ganz alleine mit den Bund klären und nicht mehr direkt mit der Commission.
00:13:36: diesen Umweg hätte ich gerne wieder weg.
00:13:38: Ich hatte gern dass NRW es direkt mit die Kommission klärt den Bund darüber informiert und der Bund kann ja dann sagen damit bin ich einfach stand oder nicht?
00:13:46: Oder das können wir vielleicht noch ändern.
00:13:47: aber das ist diesen direkten Draht zwischen Regierung in Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf und der Europäischen Kommission.
00:13:56: Der Ministerpräsident NRW weiß zweimal besser, dreimal besser wie Geld in NRW besser eingesetzt werden kann als der Bund.
00:14:04: Das ist zu weit weg und diese Nähe müssen wir behalten damit die Projekte dieser Planung diesen europäischen Mehrwert damit der behalten bleibt.
00:14:14: Ich finde es auch genau wichtig weil gerade in den föderalen Staaten und das seit ihr in Belgien ja auch wenn ich nur einen nationalen Plan habe wo dann jeder zwar zuliefern kann, aber im Endeffekt auf Bundesebene am Ende entschieden wird was jetzt wirklich als Planmeterkommission vereinbart wird.
00:14:29: Da kannst du ja auch schon mal Verwerfungen geben dass der eine das eine Bundesland oder die eine Region für sich ein Benefit ziehen will und dann dann Gelder abzieht oder auch von von Bundesseite her aus ganz anderen Sicht Blickwinkeln, andere Schwerpunkte gesetzt werden als die Regionen das wirklich brauchen.
00:14:45: Und für mich war das auch immer in der Vergangenheit dass gerade die europäischen Strukturfördergelder ja etwas sind wo wir als Europäische Union auch in den Regionen wirken können für die Menschen auch erfahrbar sind.
00:14:56: Wir in Deutschland sind nicht unbedingt immer Weltmeister darin zu erklären wo überall europäisches Geld drinsteckt.
00:15:01: Das
00:15:01: ist niemand!
00:15:02: Ja in den Südstaaten haben wir das schon.
00:15:04: also auf Malta habe ich an jeder Ecke mal gesehen.
00:15:07: Die Kleine die Strukturen?
00:15:10: sind die Länder darauf, dass sie europäische Gelder requirieren konnten und in der Region auch investieren konnten.
00:15:16: Je größer das Land insgesamt ist umso eher duckt man sich ja schon mal dahinter weg, dass überall fünfzig Prozent dann europäisches Geld mit drinstecken.
00:15:25: Um dir mal ein ganz praktisches Beispiel von europäischen Geldern zu nennen, die bei uns investiert worden sind.
00:15:33: wo aber in Ostbergen
00:15:34: z.B.,
00:15:34: die wenigsten wissen, dass das europäisches Geld ist?
00:15:37: Das ist dieser Radwanderweg der Ravelroute.
00:15:40: Das ist wunderschön, touristisch mega aber die wenigstens wissen ,dass das Geld von der EU bezahlt worden ist.
00:15:49: und da müssen wir vielleicht also wie eben gesagt je höher die Struktur ist je weniger wird dort gesagt das ist Geld was von der eu Mit dem Mitgliedstaat Co.
00:15:59: finanziert wird, dass wir hier ausgeben.
00:16:01: und dieser Projekte gibt es so viele die sind so gut Und die müssen wir tatsächlich schützen.
00:16:06: Es ist Geld vorgesehen von der Kommission Ein wenig weniger als davor.
00:16:11: Damit könnte ich leben.
00:16:12: Ich hätte nur gerne das es wieder in den Regionen und dass die Regionen ein starker Partner bei der Vergabe dieser Mittel bleiben.
00:16:18: Dafür kämpfen wir jetzt und da müssen Wir sehen inwiefern wir dafür mehr reiten.
00:16:22: Im Parlament und im Rat kriegen.
00:16:24: Viel Erfolg dafür.
00:16:25: Meine Unterstützung hast du in jedem Fall, weil ich das für ausgesprochen wichtig erachte dass wir wirklich an der Basis bleiben bei den Menschen auch in der Region auch grenzüberschreitend.
00:16:34: nochmal ein positiver Punkt zum Schluss kombiniert mit einer Herausforderung Wir haben ja Ja, ich sag mal das Roaming vor etlichen Jahren abgeschafft.
00:16:43: Heute mittlerweile eine Selbstverständlichkeit.
00:16:45: die meisten erinnern sich nicht mehr dran dass es eigentlich immer ein Risiko war einen Grenz näher zu wohnen weil man immer wieder ins andere
00:16:51: Netz rutscht.
00:16:51: Sie merken es wenn sie in Italien sind und ins albanische Netz rotschen
00:16:54: Genau Und dann wird's nämlich richtig teuer so wie es früher bei uns auch war.
00:16:57: heute überhaupt kein Thema mehr.
00:16:59: Das einzige Problem das wir noch haben ist Gespräch, wenn ich über die Grenze fahre immer erst mal noch wieder unterbrochen wird.
00:17:05: Abgebrochen werden übrigens auch im Zug und da haben wir ja auch ein Projekt wo wir auch gemeinsam, ich sag mal, pushen und Druck machen nämlich entlang der Bahnstrecke, wenn nicht mit dem TGV, mit dem ICE, mit irgendeinem anderen der Züge, die über die Grenze rüberfahren von Belgien nach Deutschland und umgekehrt fahren das eben dann ich trotzdem ganz normal weiterarbeiten kann.
00:17:27: Nämlich das Thema fünf Gehkorridor entlang Ich sag mal Köln, Brüssel oder Düsseldorf-Brüssel.
00:17:34: So dass wir hier auch eine neue Art von Verbindung Connection herstellen wie man so schön sagt.
00:17:40: eben auch über das Internet ist sowas auf Dauer auch denkbar wenn es um Telefonate geht.
00:17:45: Wenn's um Internetverbindungen geht Dass halt eben nicht dieser Grenzkart immer kommt wo man dann warten muss bis das Handy dann irgendwo automatisch Das nächste Netz gefunden hat.
00:17:57: ich
00:17:57: glaube schon Es ist auch eine Frage der Technologie und dann auch der Märkte, wie wir sie konzipieren.
00:18:04: Wir haben jetzt diese Idee gehabt dass man das an den Bahnlinien entlang machen soll spricht für sich, denn an der Bahnlinie ist eigentlich alle Infrastruktur schon liegt da.
00:18:15: Wir müssen sie nur noch ausbauen um im Zug dann auch in dem Sinne fünf geht zu haben.
00:18:22: ich bin letzte Woche nach Berlin mit dem Zug gefahren.
00:18:25: Die Deutsche Bahn steht heftigst in der Kritik in Deutschland.
00:18:28: Ich muss sagen das war eine der angenehmsten Fahrten die ich in meinem Leben hatte.
00:18:32: ich flieg ehrlich gesagt nicht gern.
00:18:33: ich fahre furchtbar gern Zug.
00:18:35: Ich hatte fast keine Verspätung.
00:18:37: man hat mich nur in Düsseldorf rausgeschmissen weil Köln, jemand auf der Bahn stand.
00:18:42: Da kann die Deutsche Bahn jetzt nicht führen.
00:18:44: aber ich muss sagen das war gut.
00:18:46: Das was ein wenig schwierig war dass das Netz in der Deutschen Bahn nicht gut war.
00:18:50: also ich konnte in dem Zug in dem Sinne nicht wirklich arbeiten weil das Netz fast zu gering war und deswegen bemühen wir uns ja jetzt, dass wir da fünf G hinkriegen.
00:19:00: Das sind Projekte die unter anderem Grenz überschreiten dann angedacht werden müssen und wo man auch europäisches Geld benutzen kann damit diese Fünf-G-Linie dann entsteht.
00:19:09: Wir haben dieses Projekt jetzt mal versucht zu promoten.
00:19:12: ich hoffe das wir das hin kriegen.
00:19:14: aber es gibt so viele von diesen klugen guten Ideen die man umsetzen kann und das ist eine davon wie ich finde Zugfahren ist sowieso etwas was Ja, was in meiner Generation vielleicht waren wir noch zu viel die Autogeneration.
00:19:30: Wir sind mit Autos groß geworden und wahrscheinlich ist die nächste Generation vielen mehr Bahnen viel als Virus noch waren.
00:19:37: also ich würde mir wünschen dass Bahnen auch grenzüberschreiten fahren.
00:19:43: es gab also als ich anfing hier wurde mir gesagt, dass die Lok, die in Eupen am Bahnhof steht.
00:19:50: Die kann ich eine Aachen rüberfahren weil andere Sicherheitssysteme ist und das wir an diesen Dingen tatsächlich arbeiten, dass das ohne Problem da muss eine Diesel-Lok diese Bahn dann rüber fahren.
00:20:02: Das müssen wir besser machen und glaube ich sind aber auch einen ganz guten Weg.
00:20:06: Aber das ist mit vielen Dingen so, die unseren Alltag bestimmen, aber hier dieses Beispiel des FünfG in einer Bahn Natürlich, das müssen wir hinkriegen damit auch viel mehr Leute mit der Bahn fahren und dass als altnatürliches Verkehrsmittel dann auch betrachten.
00:20:19: Ja, viele Dinge die vor uns liegen aber auch unheimlich viele tolle Dinge.
00:20:23: Die in den Grenzregionen schon geschaffen wurden das sind wirklich europäische Lebensräume in denen wir leben.
00:20:29: vielen Dank lieber Pascal für deine Einblicke auch von Ost-Belgischer Seite.
00:20:33: Wir tauschen unser regelmäßig aus und ich bin sehr froh über diese enge und gute Kooperation die wir auch über die Grenzen im Weg hier in Brüssel natürlich haben Aber ganz insbesondere auch mit dir in unserer Region.
00:20:47: die Kooperation ist wirklich toll auch zwischen den Abgeordneten übrigens, auch mit unseren niederländischen Kollegen mit Jeroen Lenas zum Beispiel.
00:20:54: Und man kann auch sagen und das haben wir beide als Eigenschaft mit in die Wiege bekommen.
00:20:59: Das ist weil wir grenzüberschreitend groß geworden sind.
00:21:02: Es sind den Ausschüssen, in denen wir tagen und dort wo wirklich europäisches Gesetz gemacht wird, haben wir die Erfahrung wie es sein muss damit es an den Grenzräumen funktioniert.
00:21:14: Ich habe immer wieder Erfahrung gemacht, dass die Dinge da ganz klar sind wie sie sein müssen und wir als Abgeordneter aus der EU-Regio auch quasi als die Experten für Grenzüberschreiten das hier angesehen werden.
00:21:30: Und man unseren Rat sucht wenn man diese Räume auch denkt es gibt wenig bessere Grenzräume als die Euregio, glaube ich.
00:21:40: Vieles funktioniert schon und in der Eurego funktioniert es tatsächlich so gut weil es so viele Menschen gibt die jeden Tag sich dieser Fragen annehmen und versuchen Lösungen zu bringen ganz unkompliziert und oftmals ist es gar nicht die Politik die etwas löst sondern vielmehr die Leute vor Ort die Dinge ganz einfach lösen ohne darüber zu reden.
00:21:59: und das finde ich müssen wir bewahren uns schützen.
00:22:02: Ja vielen Dank dafür lieber Pascal, gerade auch nochmal für dieses wichtige Statement.
00:22:07: Für die Euregios, für unseren Lebensraum mitten in Herzen Europas.
00:22:13: Danke schön euch dass ihr uns zugehört habt und ich freue mich aufs nächste Mal!
00:22:17: Tschüss.
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