Europa2Go Podcast mit Sabine Verheyen – AgoraEU, Erasmus+ und Europas Zusammenhalt | mit Hannes Heide | Folge 22
Shownotes
Ich spreche mit meinem Kollegen Hannes Heide, Kulturpolitiker und Mitglied des Europäischen Parlaments aus Österreich, über AgoraEU, Erasmus+ und die Frage, warum Begegnungen zwischen Menschen zu den stärksten Erfahrungen gehören, die Europa ermöglichen kann.
Kultur, Bildung und Austausch schaffen Verbindungen, die weit über Grenzen hinausreichen. Gerade deshalb geht es in dieser Folge auch um die Programme, die diese Begegnungen möglich machen – und darum, warum sie für den Zusammenhalt Europas so wichtig sind.
Ein Gespräch über Begegnungen, die bleiben – und darüber, was Europa zusammenhält.
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Denn: Europa fängt bei uns allen an.
Transkript anzeigen
00:00:00: The sitting is resumed.
00:00:07: Ja, hallo und herzlich willkommen zu unserer neuen Ausgabe Europa to Go.
00:00:11: Und heute habe ich einen ganz besonderen Gast hier nämlich Hannes Heide von der SPÖ also hier in Brüssel von der S&D-Fraktion.
00:00:19: Er ist seit dem Jahr zwei Tausend neunzehn Mitglied im Europäischen Parlament und auch seitdem Mitglied zum Kulturausschuss.
00:00:26: Außerdem haben ist er stellvertretendes Mitglied des Ausschusss für regionale Entwicklung sowie im Innenausschuss und wir haben beide eigentlich so ein bisschen den politisch ähnlichen Werdegang oder Hintergrund.
00:00:38: Denn auch Hannes Heide war vorher in der Kommunalpolitik und Bürgermeister von Bad Ischl.
00:00:44: Und ich freue mich sehr, weil ich selber ja nun auch einen kommunalen Hintergrund hatte und mein Bürgermeisterin bei uns in Aachen war.
00:00:51: Dass wir hier auch in vielen Punkten auf einem gemeinsamen Nenner diskutieren, nämlich wie kann man die europäische Politik in die kommunale Ebene runterbrechen?
00:01:00: Und andersherum auch kommunale Aspekte in die europäischen Ebene rein.
00:01:04: Das spielt gerade auch bei der Kultur- und Bildungspolitik eine besondere Rolle, weil wir da als Kommunale eine besonderen Verantwortung haben.
00:01:13: Wir sitzen beide im Kult-Ausschuss und was treibt dich eigentlich persönlich an, wenn es um die Schwerpunkte dieses Ausschusses geht?
00:01:21: Ich sag mal aus deinem Werdegang heraus aber vor allem auch jetzt mit zehn Jahren Erfahrung hier im Parlament.
00:01:27: Es
00:01:28: treibt mich grundsätzlich an weil ich vermitteln will wie unsere Regionen denken, was sie spüren unseres Städte gemeinden und umgekehrt aber auch erklären was Brüssel macht und wie es bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommt.
00:01:41: Und das ist der Kultur selbstverständlich ein ganz hervorragendes Mittel, aber bevor ich Bürgermeister meiner Heimatstadt Bad Ischel war, war im Kulturbereich tätig sowohl ehrenamtlich in einem Kulturverein wo ich heute noch Konzerte- und Veranstaltungen organisiere.
00:01:56: Das ist die Leidenschaft, die da in mir geweckt ist.
00:02:03: Tourneeveranstalter, ich habe mit österreichischen Musikgruppen gearbeitet.
00:02:07: Ich war auf Tournee, habe es selber veranstaltet und selbst eine Festivalside entwickelt.
00:02:13: Es waren Kulturbeauftragte in meiner Region und das ist Emotion, das ist Leidenschaft.
00:02:17: Das treibt mich an auch hier im Europäischen Parlament!
00:02:21: Also mit der praktischen Erfahrung dann auch Kulturpolitik hier auf europäischer Ebene gestalten.
00:02:25: Jetzt haben wir im Moment besonders, ja ich sag mal aufregende Zeiten für den Kulturausschuss weil wir wieder die neuen Programme diskutieren müssen dürfen und wir haben uns da als Parlament sehr weit aus dem Fenster gelähnt um über die Vorschläge der Kommission hinaus Ich sage mal Mittel zur Verfügung zu stellen.
00:02:47: Wie siehst du das im Verhältnis zu den Mitgliedstaaten?
00:02:51: Es wird hier nicht ganz einfach durchzusetzen.
00:02:53: Also grundsätzlich ist es eine große Chance, wenn die Programme neu gedacht werden, wenn man Erfahrungen einbringen kann und sehen kann was bei den Menschen angekommen ist und wo gibt es Defizite.
00:03:03: Und wenn ich von Defiziten spreche dann geht's natürlich auch ums Geld.
00:03:12: Erasmus Plus und jetzt den neuen Titel Agore EU, wo ich ja nicht überzeugt bin, dass der so in den Herzen im Denken der Menschen ankommt wie zum Beispiel Creative Europe.
00:03:23: Aber diese Marke soll er auch erhalten bleiben, aber es ist auch die Medienpolitik.
00:03:28: Und jetzt im Vorfeld habe Regierungen in den Mitgliedsländern, dass es großes Verständnis dafür gibt.
00:03:37: Und ich denke in diesem Kampf um das Budget, um Mittel zu lukrieren und frei zu geben, um auch Kompetenzen abzuklären zwischen der Mitgliedsstaaten und der Europäischen Union, dass ich eine Bereitschaft verspüre genau in diesen Bereichen tatsächlich offener umzugehen und mehr das Inhaltliches zu sehen.
00:03:58: was kann Ich mit den Geldern bewirken als einfach nur diesen Betriebswirtschaftlich Zugang.
00:04:03: Was kostet es?
00:04:04: Sondern in diesem Fall tatsächlich diskutiert wird, was bringt das?
00:04:07: und ich sehe gute Chancen aber auch aufgrund der Kraft unserer Argumentation dass wir diese Ziele die wir uns gesteckt haben einer Finanzierung eine guten Finanzierung die aber heißt dass mehr Europäerinnen und Europäern vor allen jungen Menschen davon profitieren können dass wir dieses Ziel tatsächlich erreichen.
00:04:24: Ich höre immer wieder auch die Argumentation, vor allem aus den Mitgliedstaaten.
00:04:28: Wir müssen jetzt viel mehr investieren in Wettbewerbsfähigkeit.
00:04:32: Wir mussten investieren im Verteidigung.
00:04:35: Meine Antwort darauf ist in der Regel immer Wett-Bewerbsfähigkeit.
00:04:38: Dann müssen wir gerade auch in Kultur investieren weil der Kultur und kreativsektor macht fast fünf Prozent des Brutto-Sozialproduktes der Europäischen Union aus.
00:04:46: viele junge Leute sind dort beschäftigt Und es ist ein wichtiger Wirtschaftsaktor für die Tourismusbranche.
00:04:57: Ich sage mal, wenn ich Wirtschaft fördern will, dann muss sich auch die Kultur fördern.
00:05:00: Jetzt sind wir aber im Moment ja bei dem Betrag und den Budget, das wir als Parlament vorgesehen haben zum Beispiel für das Agorai EU-Programm, für den Kulturbereich, dass wir da gerade mal elf Cent pro hundert ausgegebenen Euro auf der europäischen Ebene in diesen Sektor reinstecken.
00:05:16: Das ist nicht unbedingt die Welt!
00:05:17: Wenn ich überlege, dass fünf Prozent der Wirtschaftsleistung aus diesem Sektorkont
00:05:22: Also das ist ja das beste Argument dafür, weil man sieht da wie man mit vergleichsweise wenig Mitteln extrem viel gestalten kann und tatsächlich viel entwickeln kann.
00:05:31: Und es stimmt, dass es unbestritten auch wenn's nicht in aller Bewusstsein ist Kultur der Kultursektor hat enorme Potenziale und wenn man den Musikmarkt in den letzten Jahren sieht dann gibt's dazu Wechsel bis zu zehn Prozent und mehr Gerade in wirtschaftlichen schwierigen Zeiten eine Riesenbedeutung, dass wir in diese Bereiche auch investieren und diese Bereichen auch wertschätzen und uns bewusst sein.
00:05:58: Bewusst sind wie sehr sie schon in unserem Wirtschaftssystem verankert sind.
00:06:02: Und wenn man dann denkt das vieles passieren im Kulturbereich Im Veranstaltungsbereich was auch auf Ehrenamtlichkeit beruht Dann ist ja diese Wirtschaftleistungen noch viel größer als sie in diesen Zahlen darstellbar ist und dieses Potenzial sollten wir heben und nutzen.
00:06:18: Wir haben ja gerade auch... durch das Motto, dass wir als Europäische Union haben geeinigt in Vielfalt die Vielfatzicherung.
00:06:26: Als einen der Hauptpunkte, die wir auch in der Kulturpolitik und auch in unseren Förderprogrammen haben.
00:06:31: Wir wollen ja nicht nur Mainstream unterstützen Nicht nur Dinge, die sich über alle in der Welt gut vermarkten lassen Das läuft in der Regel ganz gut von selber.
00:06:38: Sondern wir wollen gerade auch die Unterschiede Die uns auf der anderen Seite wieder zusammen führen Gerade im Kulturbereich deutlich machen.
00:06:46: Wie siehst du?
00:06:46: Da sind die Programme darauf ausgerichtet eben genau auch die kleinen Förderstruktur die kleinen Strukturen, die wir im Kulturbereich haben richtig zu fördern?
00:06:54: Oder bräuchten wir hier einfache leicht dazugängliche Strukture mehr Lamsams, mehr kleinere Förderungen.
00:07:01: Wie siehst du das?
00:07:02: United in Diversity kann man ja auch übersetzen in Gegensätzlichkeit und ich bin überzeugt der richtige Zugang zur Kultur ist nicht entweder das eine oder das andere sondern dass sowohl alles auch mit einer Vertropelung Der Förderung für kulturellen Ausdruck ist einmal ein wichtiges Signal gesetzt.
00:07:25: Und der Kultursector ist auch von den Krisen betroffen, Kulturstätten zu erhalten ist eine große Herausforderung angesichts steigender Freipreise die sich ja auch in den Eintrittskartenpreisen ausdrücken.
00:07:42: Der Wunsch, kleine Initiativen zu erreichen ist da.
00:07:45: Aber es ist nach wie vor viel zu schwierig für kleine Initietiven auch zu diesen Geldern zu kommen.
00:07:51: Es gibt nach wie vorher sehr schwierige Ausschreibungen und es gibt immer wieder Strukturen die schneller sind oder besser stehen.
00:07:58: Auch diese Kulturinitiativen, diese engagierten Leute am Beginn eines Prozesses und wissen oft gar nicht Prozess absolvieren sollen.
00:08:07: Und ich meine schon, dass wir auch den Auftrag haben hier unterstützen zu sein und viel mehr auf diese Menschen zuzugehen und tatsächlich es einfacher zu machen um zu Mitteln der Europäischen Union für Vernetzungsarbeit auch zu kommen.
00:08:21: oder dort gibt ja auch relativ leichte Möglichkeiten in anderen Programmen.
00:08:26: Ich denke an Interreg und das ist viel zu wenig bekannt und diese Chancen sollte man nützen und es ist sehr viel Kommunikationsarbeit wo den Auftrag bei uns als Abgeordnete im europäischen Parlament sehe.
00:08:38: Also Kultur, du hast gerade schon selber ein bisschen eine Überleitung, Interac ist ja Teil des Erasmusprogramms.
00:08:45: Kultur ist ja nicht nur ich sag mal a nice to have sondern wirkliches Element auch in unserer Gesellschafts, ein wichtiges Element für gesellschaftlichen Zusammenhalt, für Demokratie.
00:08:55: deshalb ist ja auch das in dem neuen Agoraprogramm zusammengefasst Europian rights and values, Demokratiebildung von Demokratie, Medien, News Media und Kultur in einem Förderprogramm zusammengefasst mit dem besonderen Aspekt.
00:09:11: Wir haben allerdings ja auch im Erasmus-Programm Elemente drin, die halt eben den europäischen Zusammenhalt, die europäischen Werte fördern.
00:09:20: Nämlich dadurch dass sich Menschen die Möglichkeit geben, jungen Menschen im Rahmen ihrer Ausbildung, beim ihres Studiums oder einem einfach so wie mit dem Interact Ticket auf Reisen zu gehen in Europa Begegnungen zu ermöglichen zwischen Menschen sich kennenzulernen und auch die innere Resilienz in Europa für Europa zu stärken.
00:09:41: Wie siehst du die Bedeutung des Erasmusprogramms?
00:09:44: uns überhaupt erst zu Menschen.
00:09:47: und Erasmus ist aus meiner Sicht wirklich eine Erfolgsgeschichte der Europäischen Union.
00:09:52: Und ich höre es oft, und ich kann das auch bestätigen – die Europäische Union nicht immer bewusst ist, welche Erfolgsgeschichten sie geschaffen hat.
00:10:04: Um die auch noch zu stärken bei Erasmus Plus ist eigentlich eine der großen Leistungen der europäischen Einigung und in allen Umfragen kommen zuerst die freien Grenzen, die ja gar nicht mehr so frei sind und dann kommt sofort der Erasmlus Plus.
00:10:17: Und wenn man diesen Namen Erasmuss nennt bekommt man auch immer wieder Geschichten so auf der zwischenmännlichen Ebene, wo jemand erzählt und es ist lange Zeit aus.
00:10:25: Und ich war auf Erasmus in Großbritannien, ich war im Portugals in Spanien, da kommen Länder und wir haben heute noch Kontakt und da gibt's Austauschen – das ist eigentlich lebendiges Europa!
00:10:36: Wenn wir heute in einer Zeit, wo die Europäische Union angegriffen wird von außen und von innen, wenn wir Europa verteidigen wollen oder Europa stärken wollen, dann müssen wir diesen Austausch zwischen Menschen stärken dazu auf Grundlage von Bildung.
00:10:51: Und Bildung ist Wissen, etwas kennenlernen und dazulernen und offen zu sein.
00:10:56: und etwas Schöneres kann uns ja gar nicht passieren.
00:10:59: und unser Ziel muss es sein dass jede Europäerin jeder Europäer einmal mindestens einmal im Leben die Gelegenheit hat an Erasmus teilzunehmen.
00:11:08: und Erasmuss hat sich entwickelt.
00:11:10: Ist längst nicht mehr nur traditionell gesehen im Bildungssektor aktiv, sondern ist wirklich geöffnet und bereit.
00:11:20: Und es wird dem Sport jetzt mehr Möglichkeiten gegeben.
00:11:23: Da wäre schon der Auftrag auch an die Mitgliedsländer uns da richtig zu unterstützen, weil wenn wir annähernd das Budget verdoppeln dann sind wir weit weg von den Zielen, die im Tragi-Bericht drinnen stehen, weil der spricht von einer Vierfachung – und das ist für uns ein unterstützendes Argument.
00:11:40: Ich glaube dass wir in den Programmen, die ja strukturell unterfinanziert sind oder ich sage mal viel mehr Projekte, viel mehr Ideen gerade auch in dem Jugendteil des Programms also da wo Jugendorganisationen auch in Austausch gehen können.
00:11:56: Da ist einfach überall viel zu wenig Geld drin.
00:11:59: dazu kommen immer wieder neue Aufgaben wie zum Beispiel European Universities europäischer Bildungsraum.
00:12:05: das braucht Zusammenarbeit das braucht strukturelle Kooperation Das sind natürlich auch die Mitgliedstaaten gefragt dass auch aktiv mit zu unterstützen mit nach vorne zu bringen, das hast du ganz richtig gesagt.
00:12:17: Wir haben vor einigen Jahren – ich würde noch mal gerne auf diese menschliche Dimension auch eingehen – wir haben vor etlichen Jahren das Ein-Millions der Erasmus Baby gefeiert.
00:12:27: mittlerweile sind es glaube ich doppelt so viel oder mehr.
00:12:30: Das heißt, da sind auch so richtige europäische Beziehungen durch entstanden.
00:12:34: Du sagtest eben selber Leute die mal im Erasmus Studium waren oder eine Ausbildung im Ausland gemacht haben oder einen Teil einfach mal in Praktikum oder sowas gemacht haben das ist ja auch viel was im berufsbildenden Bereich stattfindet was in der erwachsenen Bildung statt findet was im Lehrer austauschen strukturellen Austausch zwischen Schulen stattfindete und entstehen natürlich auch persönliche Bindungen, die Europa auch insgesamt festigen.
00:12:57: Siehst du auch in Erasmus eine Stärkung für europäische Werte, europäisches Verständnis und den Zusammenhalt in
00:13:04: Europa?
00:13:05: Absolut!
00:13:05: Dann müssen wir
00:13:06: viel mehr machen.
00:13:08: dieses Ziel erreichen, mindestens einmal im Leben Erasmus plus Erleben zu dürfen.
00:13:14: Dann brauchen wir uns über die Akzeptanz der Europäischen Union ganz sicher keine Sorgen mehr machen, weil das überlagert alles und es ist die menschliche Ebene aber auch die Ebenen der Vernunft, die heute in der politischen Diskussion viel zu wenig Rolle spielt und viele Herausforderungen und Probleme würden wir damit lösen, weil wir die Menschen erreichen.
00:13:37: Erinnern uns jetzt an zehn Jahre Brexit und es war in der Diskussion viel zu wenig dieser Kontakt zwischen den Menschen.
00:13:45: Was hat das auf persönlicher Ebene im Austausch mit ... europäischen Ländern und dem feinlichen Königreich viel zu wenig Rolle gespielt.
00:13:54: Ja Rasmus Plus, das wird schon irgendwie... wir haben ja da schon fortführen!
00:13:57: Es ist nicht gegangen und das zeigt aber welche Bedeutung es hat und wie er es emotionalisieren kann auf der einen Seite und auf die anderen Seite.
00:14:04: Das ist ein Bildungsthema wo es um Wissen geht, was um Rationalität geht und es hat eine große Bedeutet für die europäische Einigung und für mich ist das der Kit zur europäischen Einigung und es gibt kein besseres Modell.
00:14:15: Und Europa, die Europäische Union kann stolz sein weil es gab so viel Versuche etwas Adequates zu Erasmus Plus zu schaffen und das ist nicht gelungen Weil Erasmlus Plus kann man nicht kopieren, kann er nicht erreichen.
00:14:28: Es gibt nur ein Original und da sollten wir Wertschätzen und entsprechend stärken.
00:14:33: Das möchte ich dich noch mal bekräftigen, denn dieses Entsendeprogramm, was die Briten alternativ dazu geschaffen hatten war ja im Endeffekt das Touring-Programm.
00:14:46: Ich schicke jetzt Studenten ins Ausland und es war nicht auf Gegenseitigkeit.
00:14:51: Und das ist glaube ich die Stärke auch von Erasmus, dass man sich auf Augenhöhe begegnet, dass Studenten von überall her auch an ihre eigene Uni kommen und umgekehrt.
00:14:59: Wenn man selber im Ausland war dann hat man ein anderes Gespür für die aus anderen Ländern an meine Uni kommen, da ist ein ganz anderer Zusammenhang.
00:15:07: Es ist mehr als Logistik einfach Menschen zu bewegen sondern noch es mehr drinnen und auch der engagierte Versuch in Wales mit dith etwas Adäquates zu schaffen.
00:15:16: Es gelingt nicht wenn die menschliche positive Emotion nicht drin ist.
00:15:20: Ja und da kommst du zu einem ganz wichtigen Punkt Diese beiden Programme, ob das Akoraeo ist im Kultur- und Medienbereich oder in der Zivilgesellschaft.
00:15:29: Oder ob das Erasmus Plus-Programm mit allen vielen Schichtungen sind hier eigentlich die Programme die Europa eben nicht nur als Wirtschaftsraum, als Business Club, als Wirtschaftsmannschaft darstellen sondern Europane Seele geben, die emotionale Bindung auch geben.
00:15:45: Für mich ist Erasmus Plus und Agora oder früher Creative Europe sind die Programme, mit denen wir Europa auch einen Sinn geben.
00:15:55: Denn wofür sollten wir sonst da sein, wenn nicht für unsere Gesellschaft, unseren menschlichen Zusammenhalt für diese Ebene?
00:16:02: Es erreicht das Herz der Menschen, aber genauso weil sein Bildungsprogramm ist auch das Denken unserer Gehirne und regt an.
00:16:09: Und es ist eigentlich für mich tatsächlich die europäische Erfolgsgeschichte um meinen Hintergrund mich für den Kulturausschuss zu interessieren und Mitglied zu werden war meine kulturelle Tätigkeit vorher aber tatsächlich dieser Erfolg von Erasmus Plus Und diese Weiterentwicklung, diese Möglichkeiten und Potenziale.
00:16:29: Mir hat man ja gesagt als Bürgermeister hast du jeden Tag etwas zu entscheiden.
00:16:33: Du wirst es bereuen.
00:16:34: Als Europaabgeordneter kannst du nichts entscheiden und bewegen.
00:16:37: Erasmus Plus ist das beste Beispiel was man bewegen kann und wie groß das ist und wie viele Menschen die Arbeit im Europäischen Parlament dann tatsächlich nicht nur erreichen können sondern auch wirklich erreicht.
00:16:48: Ja und dass man in Europa was bewegen kann, ich glaube das zeigt die Arbeit gerade auch des Kulturausschusses ganz besonders.
00:16:54: Ich freue mich sehr, dass du heute bei mir zu Gast warst, dass wir darüber sprechen konnten wie wichtig der Kultur- und der Bildungsbereich Erasmus und Agoura für unsere Arbeit auch hier in Europa sind.
00:17:05: Und ja ich kann nur sagen nutzt die Programme geht darauf zu.
00:17:10: Schaut euch an, welche Möglichkeiten euch die Europäische Union gibt.
00:17:14: Und ich sage mal durch diese Programme, glaube ich werden wir Europa auch ein Stück Herz und Verstand wieder zurückgeben.
00:17:20: Vielen Dank!
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